Münsingen, Bad Saulgau und zurück
Route:
Dottingen, Marbach, Dapfen, Wasserstetten, Eglingen, Ehestetten, Hayingen, Zwiefalten, Daugendorf, Riedlingen, Herbertingen, Bad Saulgau
Dauer/Streckenlänge:
Etwa 2,5 h für 120 km
Beschreibung:
Während wir auf drei Maschinen starteten, blieb schon in Marbach auf Grund eines leichten Kraftstoffversorgungsproblem (nein, nicht Tank leer, sondern wohl der Vergaser etwas verschmutzt) ein Motorrad zurück. Bei herrlichem Wetter ging es ein kurzes Stück durch das Große Lautertal, an verunglückten Motorradfahrern vorbei über schönste Albhochfläche in Richtung Süden. In Zwiefalten ist die Ortsdurchfahrt aus nördlicher Richtung umgeleitet, sodass es ein Stück durch die 30er-Zone geht. Davon abgesehen war die Strecke ereignislos und recht zielführend gehalten.
Fazit:
Streckentechnisch lässt sich die Route durch einen ausgedehnteren Schlenker durch's Lautertal und einer Vorbeifahrt an der Wimsener Höhle, sowie einem kleinen Umweg über Munderkingen leicht ausschmücken. In unserem Falle war jedoch nicht der Weg das Ziel und dafür war es eine denkbar schöne Tour.
Bilder holen bei Martin
Anmerkung: Die Karte dient nur der groben Orientierung. Die tatsächliche Route verlief leicht anders. leider ging bei meinem Handy unterwegs der Saft aus, sodass keine vollständige GPS Aufzeichnung vorliegt.
Da ich bei Martin noch kurz zuvor gemachte Bider meines Volvos abholen musste und so rein nebenbei noch gutes Wetter war,entschloss ich mich dazu, das per Fahrrad zu erledigen. (Ja, richtig gelesen)
Route: Münsingen, Segelflugplatz, Steingebronn, Gomadingen, Offenhausen, Kohlstetten, Engstingen. Rückweg ab Gomadingen direkt nach Dottingen
Streckenlänge: ca. 40 km
Frohen Mutes, wenn auch etwas vorsichtig, angesichts der Tatsache, dass ich schon länger keine 40 km Radtour mehr in Angriff genommen hatte machte ich mich also am Samstag Nachmittag auf den Weg. Zunächst ging es von Zuhause, durch die Schillerstraße zum Bahnhof, anschließend unterhalb der Hauptstraße bis vor zur Abzweigung gen Reutlingen. Dort wechselte ich die Seiten und weiter gings dann oberhalb der Landstraße weiter zum Flugplatz. Bis dahin war alles geteert und auf meinem Mountainbike konnte ich mich über den Zustand von Straße und Seitenstreifen nicht beschweren.
Von Flugplatz bis Steingebronn ist die Strecke dann weitgehend geschottert, was auch kein Problem war. In Steingebronn wechselte ich wieder auf die andere Seite der L230 und fuhr weiter nach Gomadingen. Dort gings dann über die Bahngleise und den Berg hoch um eine herrliche geschotterte Abfahrt nach Offenhausen zu genießen.
Dort hatte ich dann leichte Probleme (eine Wanderkarte im Maßstab 1:50000 war keine große Hilfe) den Weiterweg zu finden, weshalb ich dann kurz darauf eine Offroadeinlge hinlegte um auf den Radweg oberhalb der Gleise zu kommen. (Richtig wäre gewesen vor den Gemäuern des Gestüts links abzubiegen) Diesem folgte ich nun nach Kohlstetten. Die mittlerweile hin und wieder fallenden Tropfen waren eher angenehm als alles andere.
In Kohlstetten bog ich links in den Wald ab um bei nächster Gelegenheit rechts abzubiegen. Da der Weg irgendwann nicht mehr weiter führte, folgte eine weitere Offroadeinlage zum Radweg neben den Schienen. Diesem folgte ich dann bis Engstingen, wo ich dann durch die Stadt zu Martin fuhr.
Da die 21 km Hinweg dann aber doch schon ganz schön anstrengend waren und ich wusste, dass mich zum Abschluss der Tour noch ein Berg erwarten würde, fuhr ich nun die gesammte Strecke bis Gomadingen entlang der Bahngleise. In Gomadingen bog ich dann links ab, über die Brücke, vorbei an einem Gestüt und in den Wald zw. Gomadingen und Steingebronn auf der Nordseite der L230. Als ich dort einen Wegweser fand der mir bedeutete zum Eisenrüttel bzw. nach Rietheim ginge es den Berg hinauf folgte ich diesem dankbar.
Leider ließen mich die alte Wanderkarte meines Vaters und die Beschilderungskünste des Albvereins mal wieder im Stich, sodass ich irgendwann nachdem ich immer weiter geradeaus gefahren war auf einem "Weg" landete, der letzen Endes ein langes Schlammloch darstellte. (wäre Bergab richtig lustig gewesen) Den Spuren nach wohl überwiegend von Reitern und gelegentlich von Fußgängern benutzt. Als dann vor lauter Schlamm und flachem Wurzelwerk das Hinterrad trotz Stollenprofil und geringer Laufleistung keinen Grip mehr fand musste ich sogar schieben. Oben angekommen fuhr ich auf geschotterten Wegen weiter in Richtung Buchhof. Da es mittlerweile Bergab ging gaben meine Reifen den gespeicherten Schlamm nun nur zu gerne wieder her, mir in Gesicht und überall hin. Dann machte ich noch einen kleinen Fehler und nahm den oberen Weg zu Reutlinger Straße, bevor ich mich mit einer rasenten Abfahrt in den Buchenweg belohnte, bei der der Schwung dann sogar reichte um den ersten steileren Teil sofort zu erklimmen. Schließlich noch den Schützenberg runter und in die Einfahrt meiner Freundin einbiegen. Fertig.
Wegeverhältnisse:
Durchgehend eigentlich nicht übel, solange man auf den richtigen Wegen bleibt. Scheinbar wurden in den letzen Jahren auch Radwanderwege über die Alb ausgewiesen. Da diese aber überwiegend geteert sind finde ich das eher uninteressant, v.A. da man mit einem Mountainbike auf geschotterten Wegen beinahe genauso schnell, aber mit höherem Spaßfaktor ans Ziel kommt. Vermutlich hätte ich wenn ich den scheinbar abbiegenden Wegen im Wald gefolgt wäre auch einen weniger schlammigen und anstrengenden Weg nach Dottingen gefunden.
Dauer: Incl. Bilder holen, Flasche auffüllen und labern bei Martin, sowie diversen Fluchpausen an der schlammigen Steigung ca. 3h
Tagesausflug ins Elsaß – Weinberge und Burgen
Route:
Freiburg i.Br., Umkirch, Gottenheim, Bötzingen, Altvogtsburg, Oberbergen, Oberrotweil, Vogtsburg i.K., Niederrotweil, Burkheim, Jechtingen, Sasbach a.K., {DoEvents}, Marckolsheim, Elsenheim, Illhaeusern, Guémar, Ribeauvillé, Sainte-Marie-aux-Mines, Lièpvre, Haut-Kœnigsburg, Saint-Hippolyte, Rohrschwir, Bergheim, Ribeauvillé, etc.
Dauer und Streckenlänge:
ca. 6-7 h (inkl. Besichtigung und Mittagspause) bei 200 km Fahrstrecke
Beschreibung:
Gesternvormittag konnte ich mir endlich einen länger gehegten Wunsch erfüllen: Eine Motorradtour ins Elsaß. Den letzten Schubser bekam ich von einem Arbeitskollegen, der mir von seiner letzten Tour nach Ribeauvillé berichtete.
So machte ich mich dann gegen halb elf auf den Weg gen Kaiserstuhl, um mich von da aus über den Rhein nach Frankreich zu schlagen und in Ribeauvillé dann eine Mittagspause einzulegen. Da ich keinen Zeitdruck hatte, gondelte ich also von Freiburg aus über Gottenheim durch die Vogtsburger Weinberge und später dann Apfelplantagen der Rheinebene nach Burkheim, wo ich einen spontanen ersten Zwischenstop einlegte. Durch eine kleine aber feine Innenstadt parkte ich vor dem Burgtor und spazierte auf der Suche nach einem günstigen Beobachtungspunkt von dannen.
Kleine Anekdote: Als ich zurück zum Motorrad kam, hörte ich jemanden in der Nähe über eine "Ninja" fluchen. Kurz darauf kam ein junger Mann und berichtete, dass er vor lauter Motorradgucken mit seinem Auto die Wand gestreift habe. Der Schaden hielt sich wohl zum Glück in Grenzen und ich bekam die Gelegenheit mir die Ruine aus der Nähe zu sehen, da es sich wohl um den Sohn des Besitzers handelte.
Von Burkheim aus setzte ich die Tour über Jechtingen, mit kurzem Abstecher zur Burg Sponeck, dann in Richtung Sasbach fort (mit einigen Verfahrern, bis ich dann die Karten, die ich mir vorher auf dem Pod geladen hatte zu rate zog) und dann plangemäß über Markolsheim und Guémar nach Ribeauvillé.
Bei der erstbesten Tankstelle fütterte ich dort meine Pferdestärken, da ich zum einen nicht mitten im Elsaß ohne Kraftstoff liegen bleiben wollte, zum anderen die Preise für 95-Oktanbenzin vergleichbar günstig sind (E10 wurde für den gleichen Preis angeboten, soweit ich weiß). Die Innenstadt war so schön wie erwartet, sodass ich mir erst nach einem gemütlichen Stadtbummel in der Templertaverne einen hervorragenden Flammkuchen gönnte. Auf den eigentlich geplanten Aufstieg zu den drei Burgruinen über der Stadt verzichtete ich: Motorradkleidung ist einfach nicht für's Wandern konzipiert und Wechselkleidung zu umständlich für einen Tagesausflug.
Die nächste Etappe war somit Sainte-Marie-aux-Mines jenseits des Bergrückens. Anfänglich durch recht unebene und zum Teil sogar gepflasterte Straßen etwas verhalten, war die Freude im späteren Teil des Aufstiegs umso größer. Herrliche Serpentinen durch lichten Wald boten enormen Fahrspaß (man sehe sich allein mal die Reliefkarte an!). Jenseits des Sattels konnte immer wieder eine herrliche Aussicht über das Liepvrette-Tal und eine wunderschöne blühende Frühlingslandschaft genossen werden.
In Saint-Marie nahm ich leider eine falsche Abzweigung, sodass ich statt auf der Landstraße durch die schönen Dörfchen zu fahren auf der N59 bis Lièpvre schoss. Immerhin war die Richtung korrekt und die Schnellstraße führt direkt an die Kreuzung zur Haut-Kœnigsbourg. Die Strecke zu dieser ist erneut eine wunderbare waldige und kurvige; oben angekommen wird man neben der sehr beindruckenden Burganlage durch den Ausblick auf das Rheintal belohnt! Die Besichtigung der Burg kostet für Erwachsene 8 €, Studenten allerdings ermäßigt nur 6 €. Ein Großteil der Ausstellungen widmet sich der Restauration der Burg anfangs des 20. Jhd., der Besuch lohnt sich dennoch sehr.
Auf der Rückfahrt von der Burg nach Saint-Hippolyte wurde ich schon von entgegenkommenden Motorradfahrern auf Zurückhaltung hingewiesen und prompt war hinter der nächsten Biegung auch schon eine Polizeikontrolle - zum Glück in der Gegenrichtung. Ich musste dennoch halten, weil ich auf dem Pod erstmal schauen musste, wohin ich als nächstes fahren wollte. Ich vermute, dass mich die Gendarme verdächtigt haben den Kontrollort weiterzugeben, da sie noch während ich die Karten durchschaute zusammenpackten und wieder weg fuhren.
Nach ein paar weiteren schönen Serpentinen durch Wald und Weinberge ging es dann langsam auch wieder zurück nach Ribeauvillé. Insgesamt war meine Aufnahmefähigkeit schon recht erschöpft, sodass ich für die Rückfahrt die gleiche Route, wie die Hinfahrt (mit anderem Umweg) einschlug.
Fazit:
Insgesamt war die Tour sehr angenehm zu fahren; die Straßenzustände (vom Kopfsteinpflaster hinter Ribeauvillé und dem Flickenteppich bei Vogtsburg mal abgesehen) waren ganz passabel. Die Strecke war mir gänzlich unbekannt, sodass ich zum Teil wirklich durch die Berge geschlichen bin, um ja nichts zu verpassen, die Strecke lädt aber zum Teil zu zügigerer Fahrt ein. Hinweisschilder auf Motorradunfallopfer habe ich nur eines gesehen, aber manche Kurven vor Sainte-Marie-aux-Mines waren recht tückisch, weil enger werdend. Insgesamt war die Strecke kaum befahren, was ich mir nicht ganz erklären kann, denn empfehlen kann ich die Gegend jedem, der sich für Burgen (und natürlich Motorradfahren) begeistern kann.
Alb-Schwarzwald-Motorradtour
Route:
Münsingen, Dottingen, Gächingen, Offenhausen, Bernloch, Oberstetten, Steinhilben, Harthausen b.F., Gammertingen, Freudenweiler, Albstadt, Balingen, Erzingen, Dotternhausen, Schömberg, Neukirch, Zimmern o.R., Dunningen, Schramberg, St. Georgen i.S., Triberg i.S., Schonach i.S., Hinter-, Ober-, Unterprechtal, Elzach, Winden i.E., Gutach i.Br., Waldkirch, Freiburg i.Br.
Beschreibung:
Um nach Freiburg zu gelangen hat mich meine gestrige Fahrroute vom Gipfel der Münsinger Alb aus in Richtung Lauterquelle geführt. Von dort aus ging es bei schönstem Wetter die Albhochfläche über gut ausgebaute Straßen und durch idyllische Dörfchen bis Albstadt. Dort erwartete mich eine Umleitung, welche mich ein wenig im Kreis herum schickte, bevor es dann am Bad Kap vorbei nach Balingen ging. In Balingen setzte ich dann Kurs nach Rottweil, von wo aus ich mich in den Schwarzwald schlagen wollte - was ich dann auch tat: Über Schramberg durch schönsten Schwarzwald nach St. Georgen und auf breiten und etwas weniger malerischen Straßen weiter nach Triberg, wo ein kurzer Tankstopp eingelegt wurde. Von dort wandte ich mich gen Elzach, da ich die Strecke von einer anderen Fahrt her zu kennen glaubte, was aber nicht der Fall war. Das harte Fahrwerk meiner Maschine ist nicht besonders empfänglich für Schlaglöcher, sodass meine innerlich geäußerten Flüche auf Hinterpetztal zunahmen - Hinweis auf Straßenschäden hin oder her. Geradezu als Hohn empfand ich darum das Schild "Ende der Ausbaustrecke", welches nach kilometerlanger Flickenfahrbahn am Wegrand auf schmalere Straße hindeutete. Immerhin war durch den Straßenzustand meine Geschwindigkeit sehr gering, sodass ich ein wenig die durchaus bewundernswerte Landschaft im schwindenden Tageslicht genießen konnte. In der Nähe von Elzach konnte ich ein riesiges Bannfeuer am Hang südlich der Straße bestaunen, welches aber nur wenig von dem noch größeren Regengebiet hinter sich ablenken konnte. Prompt fuhr ich den Rest der Strecke bis Freiburg in strömendem Regen, welcher später als Gewitter übers Schwabenländle ziehen sollte, sodass die landschaftlichen Eindrücke schlichtweg eliminiert wurden.
Für die gesamte Fahrt hatte ich mir nur grob Richtung und Städte gemerkt, darum sind auch einige unnötig anmutende Schlenker in der Route. Mit etwa 10 Minuten Zwischen- und Tankstopps und einmal anrollen lassen (bei Rottweil, in etwas ungünstiger Lage an einer Ampel) dauerte die Fahr drei Stunden und fünfzig Minuten, was etwa eine halbe Stunde über der geschätzten Dauer, bei etwa 25 km Umweg ausmachte.
Insgesamt eine schöne Tour, wobei ich vor allem die Gegend um St. Georgen sehr genossen habe. Meine nächste Fahrt werde ich wieder versuchen durch die Gegend zu planen - vielleicht mir etwas konkreteren Routenplänen vor Fahrtbeginn.

Lacuna Chor